Ein eiskalter Fall

Lesealter 5-10 Jahre

Das vierte Buch über Vampir Valentin, Hexe Emma und den Geheimbund

Geburtstagsfest auf Burg Donnersbach. Hexe Emma wird 265. Gemeinsam mit ihrem besten Freund, dem kleinen Vampir Valentin, darf sie endlich Staubsauger fliegen.

Doch bevor die beiden mit Überschallgeschwindigkeit die Gegend unsicher machen können, müssen sie die Flugsaugerprüfung bei Fräulein Töffine Knörx bestehen, die sie in die lausig kalte Antarktis zur Forschungsstation von Doktor Weil-und-aber führt. Er und seine beiden Mitarbeiter sind von einem seltsamen Gedächtnisverlust befallen und waschen von morgens bis abends Socken. – Was steckt dahinter?

 

Text und Zeichnungen von Antje Hansen

 

Ein spannendes Abenteuerbuch, in dem Teamgeist, Freundschaft und Respekt eine große Rolle spielen.

  • hochwertige Hardcover-Ausgabe zum gemütlichen Vorlesen - oder Zusammenlesen - oder Selberlesen,   60 Seiten, 21 cm x 21 cm, farbig illustriert,              Mai 2014, ISBN: 978-3-00-045650-3, € 16,95
  • Taschenbuch mit größerer Schrift zum Selberlesen, 103 Seiten, 15 cm x 21 cm, schwarz/weiß illustriert,    Februar 2016, ISBN: 978-3-946506-00-3, € 8,95
  • Auch als llustriertes Ebook erhältlich € 6,99

 

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Ein eiskalter Fall - Leseprobe:

Kapitel Zwei - Fräulein Töffine Knörx und Gruselfine Hatschi

 

Ein greller Blitz zuckt über die Geheimbund-Mitglieder hinweg.

„In Deckung!“, schreit Polizeiinspektor Grünschnabel und deutet auf einen Überhang am Kletterfelsen.

 

Über den Zinnen von Burg Donnersbach drosselt eine leicht übergewichtige ältere Dame das Tempo ihres Flugstaubsaugers. Ihr regenbogenfarbenes langes Kleid bauscht sich sacht im Flugwind. Das Gesicht ist von einer giftgrünen Pilotenbrille halb verdeckt und unter einer dunklen Lederkappe, auf der ein grell leuchtender Scheinwerfer montiert ist, quillt ihre üppige silberne Haarpracht hervor. Als sie zur Landung im Burghof ansetzt, wirbelt eine Staubwolke auf. Die dicke Dame springt elegant ab. Während sie mit geübtem Handgriff Kappe und Brille abnimmt, hilft sie einem schlotternden Gespenst vom Staubsauger.

Ein eiskalter Fall - Fräulein Töff

„Was gibt’s da zu glotzen?“ Spöttisch betrachtet sie die Geheimbund-Mitglieder, die zögernd aus ihrem Versteck hervorkommen. „Macht den Mund zu, es zieht.“ Ihr Zeigefinger deutet auf Emma. „Kein Frischling mehr, aber auch noch keine vollwertige Hexe und seit heute 265 Jahre alt. – Ist das richtig?“

 

„Das ist richtig, ja“, erwidert Emma zögernd.

 

„Herzlichen Glückwunsch! Von der Präsidentin des Hexenministeriums wurde mir mitgeteilt, dass du im Besitz eines Flugstaubsaugers bist. – Ist das ebenfalls richtig?“

 

„Ja, das stimmt.“

 

„Sehr gut. Ich bin deine amtlich zugeteilte Fluglehrerin. Töffine Knörx mein Name. Ihr dürft mich aber gerne Töff nennen; Fräulein Töff. Und dieses Gespenstermädchen hier ist normalerweise nicht so grün im Gesicht. Ihr bekommt das Überschallfliegen leider nicht. Sie ist meine Zofe, Gruselfine Ha-Ha-Hatschi.“

 

„Gesundheit“, wünschen die Geheimbund-Mitglieder artig.

 

„Danke, aber Hatschi ist nur mein Name …“ Würgend hält sich das Gespenstermädchen die Hand vor den Mund. „Mir ist immer noch … schlecht!“

 

„Hatschi, jetzt jammere nicht herum, lade lieber die Koffer aus dem Flugsauger, wir bleiben bis …“ Fräulein Töffine Knörx mustert Emma abschätzend. „Eine Woche sollte reichen. Dann machen wir eine schöne Prüfung zusammen und zack – bist du stolze Besitzerin des Flugstaubsaugerführerscheins und kannst gefahrlos die Gegend unsicher machen. Hatschi, wir werden dort übernachten.“ Emmas amtliche Fluglehrerin zeigt auf den Burgkiosk und nickt zufrieden. „Sehr hübsch. Geh früh ins Bett, damit du morgen ausgeschlafen bist. Ich erwarte dich um halb sechs. Pünktlich hier im Innenhof.“ Sie schnipst mit den Fingern. Das Gepäck, sechs große Überseekoffer und diverse Reisetaschen, saust durch die Luft hinein in den Kiosk. „Bis morgen.“ Krachend schlägt die Kiosktür hinter Fräulein Töffine Knörx und ihrer Zofe Gruselfine Hatschi ins Schloss.

 

Zurück bleiben sechs sprachlose Geheimbund-Mitglieder, ein verwirrter roter Kater und zwei verliebte Burggeister.

 

„Ist die süß!“, haucht Groß.

 

„Und hübsch!“, seufzt Klein.

 

„Schön!“, korrigiert Groß.

 

„Wunder-, wunderschön wackelpuddinggrün sogar! Sie wird die Meine!“ Klein klatscht entzückt in die Hände.

 

„Die Deine? Wunder?! – Ich geb dir gleich ein Wunder!“ Grollend bespuckt Groß seinen Freund mit einem Hagelschauer. „Eine wundervolle Abkühlung!“

Ein eiskalter Fall - Gespenster

„Ich hab sie aber zuerst gesehen!“, jault Klein und kontert geschickt mit einem Blitz.

 

„Stimmt gar nicht! Ich hab sie zuerst gesehen!“ Eine Stichflamme verkokelt Kleins Gespensterkleid.

 

„Nein!“

 

„Doch!“

 

„Nein!“

 

„Wohl!“

 

Groß Hagelschauer hat den staubigen Innenhof in eine Schlammwüste verwandelt. Während die beiden Burggeister über den Boden kugeln und raufen, saugen sich ihre dunkelgrauen Gewitterwolkenkleider mit aufgeweichten Matschklumpen voll.

 

„Hört auf!“ Emma tippt grinsend auf Groß Schulter. Die nassen und feurigen Auseinandersetzungen der Gespenster sind den Geheimbund-Mitgliedern bestens bekannt.

 

„Ab in die Wanne mit euch“, empfiehlt Bürgermeister Blumenkohl. Vergnügt befreit er seinen blonden Schnurrbart von einem Dreckspritzer.

 

Das lassen sich die beiden Burggeister nicht zweimal sagen. Ein gemütliches Glibberbad in ihrer Badewanne, die bis zum Rand mit grünem Wackelpudding und Vanillesauce gefüllt ist: Das ist für Groß und Klein der weltbeste Gespensterspaß. – Und als die beiden Geister in der Wanne sitzen und sich Vanillesauce über die Köpfe kippen, kehrt auf Burg Donnersbach wieder Ruhe ein ...

Ein eiskalter Fall - Wackelpudding-Bad